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Capustan

Karte von Capustan

Capustan war eine Stadt am nördlichen Ufer des Flusses Catlin[1], im Osten von Genabackis. Die Stadt wurde von den Volksgruppen der Capan und der Daru bewohnt, und war ursprünglich auf einer heiligen Stätte der Barghast errichtet worden.

Im Westen lag die Stadt Saltoan, im Süden die Städte Setta, Lest und Maurik und im Norden die Barghast-Kette und die Siedlungsgebiete der Weißgesicht-Barghast. Im Süden der Stadt gab es eine breite Furt über den Catlin[2].

Aussehen Bearbeiten

Capustan war von einer Mauer umgeben in welche, trotz der vergleichsweise geringen Größe der Stadt, fiel Mühe investiert worden war und sich gut verteidigen ließen[2].

Die Stadt selbst war in Viertel eingeteilt, die sich an den Trutzen orientierten, welche ursprünglich befestigte Lagerplätze gewesen waren, und deren Bewohner durch verwandtschaftliche Bande verbunden waren. Diese bauten gingen wohl ursprünglich auf die Gründerstämme der Capan zurück. In der Stadt gab es breite, offene, von geschwungenen Mauern begrenzte Straßen und Plätze, zwischen denen es von Friedhöfen und von Sandgruben umgebene Teichen wimmelte. Besondere Bauten waren der Knecht, der Sitz des Maskenrats, ein altes Daru-Fort im Westen der Stadt, und Fürst Jelarkans Palast und die Alte Festung im Südosten, wobei die beiden letzteren älter als die Stadt selbst waren[3].

Politik Bearbeiten

Capustan wurde von einem Fürsten und dem Maskenrat, dem Rat der Hohepriester der Stadt, welche den vierzehn Göttern dienten die in der Stadt verehrt wurden, beherrscht. Der derzeitige Fürst hieß Jelarkan.

Die Geschichte der Stadt war von einem Machtkampf zwischen den Priestern und den Fürsten beherrscht worden, wobei es dem Maskenrat gelungen war die Macht des Fürsten zu schwächen und diesen zu Zugeständnissen zu zwingen. So waren seine eigene Truppen, die Capanthall, die Stadtwache von Capustan, auf eine Stärke von zweitausend Mann begrenzt. Die Tempel verfügten über eigene Streitkräfte, die Gidrath, welche zusammen auf eine Stärke von gut dreitausend Mann kamen, und auch besser bezahlt und ausgebildet wurden. Die Tempel warben konstant die besten Männer der Capanthall für die Gidrath ab, wodurch die Stadtwache laut Kallor nur noch aus dem Abschaum bestand[4].

Fürst Jelarkan umging dieses Gesetz, indem er die Söldnerkompanie der Grauen Schwerter anheuerte, um sich besser gegen die Bedrohung durch die Pannionische Domäne verteidigen zu können. Der Maskenrat erließ aber ein Gesetz, wonach die Grauen Schwerter sich nicht an Kampfhandlungen außerhalb der Stadt beteiligen durften, was ihre Möglichkeiten zur Verteidigung der Stadt einschränkte und die Verteidigung der nahen Furt unmöglich machte[4].

Geschichte Bearbeiten

An der Stelle an der Capustan gegründet wurde, waren ursprünglich vor vielen Jahrtausenden die ersten Barghast in Genabackis gelandet. Sie hatten dort eine heilige Stätte errichtet und begruben ihre ältesten Toten dort, welche noch mit ihren Booten an dieser Küste gelandet waren.

Später kamen die Capan in diese Gegend und lebten als nomadische Stämme in diesem scheinbar unbewohnte Land. Die Barghast hatten es vorgezogen hatten weiter nördlich zu siedeln. Als schließlich die sesshaften Daru aus dem Westen kamen gründeten sie zusammen mit einigen Stämmen der Capan die Stadt Capustan, auf heiligem Boden der Barghast. Da die heiligen Stätten dabei zerstört oder unzugänglich gemacht wurden, und die Überreste ihrer Ahnen nun unauffindbar waren, führte dies zu einem dauerhaft schlechten Verhältnis der Stadt mit den Barghast. Itkovian beschrieb die Geschichte der Stadt als bizarr und qualvoll, und viel davon war wohl für immer verloren gegangen[5].

Kultur Bearbeiten

"Die Schönheit von Capustan liegt in den Bewohnern dieser Stadt, nicht in ihren Bauwerken."
Itkovian[src]


Die beiden in der Stadt lebenden Volksgruppen der Daru und der Capan unterschieden sich nach wie vor in ihrem Kleidungsstil und der Begräbniskultur. Während die Daru farbenfrohe, individuelle Kleidung trugen, kleideten sich die Capan in den leuchtenden Farben ihrer Familien[6]. Während die Capan ihre Toten aufrecht stehend in von der Sonne hart gebackenen Schlamm, welcher mit Kerben verziert worden war, in der Mitte des Friedhofs bestatteten, wurden bei den Daru prosaische steinerne Urnen verwendet. Diese wurden an den Mauern des Friedhofs aufgestellt[7].

In der Kultur der Stadt ließen sich noch Überreste der Stammesvergangenheit finden. So durften Frauen keine Krieger werden. Da anscheinend Frauen auch weniger zählten als Männer, wurden viele zweit- und drittgeborene Töchter aus ihren Familien verstoßen und auf die Straße geworfen. Die Grauen Schwerter machten sich dies zu nutze und rekrutierten unter ihnen während ihrer Zeit in Capustan[8].

Wichtige Orte Bearbeiten

Einwohner Bearbeiten

Die eisige Zeit Bearbeiten

Mit dem Aufstieg der Pannionischen Domäne im fielen die Nachbarstädte im Süden innerhalb weniger Monate, und auch Capustan drohte dieses Schicksal, weshalb Fürst Jelarkan die Söldnerkompanie der Grauen Schwerter aus Elingarth zu einem hohen Preis unter Vertrag nahm, um die Stadt zu verteidigen.

Anmerkungen und Quellenangaben Bearbeiten

  1. Die eisige Zeit, Glossar, Seite 635
  2. 2,0 2,1 Die eisige Zeit, Kapitel 3, Seite 130
  3. Die eisige Zeit, Kapitel 7, Seite 342-344
  4. 4,0 4,1 Die eisige Zeit, Kapitel 3, Seite 128
  5. Die eisige Zeit, Kapitel 7, Seite 342-343
  6. Die eisige Zeit, Kapitel 7, Seite 343
  7. Die eisige Zeit, Kapitel 7, Seite 342
  8. Die eisige Zeit, Kapitel 7, Seite 337
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