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Coltaine war der Anführer des Wickanischen Krähen-Clans und die Faust der Malazanischen 7. Armee[1].

Als Anführer der Kette der Hunde wurde er ein Fluch auf den Lippen der Krieger der Apokalypse, während andere ihn verehrten. Er war zu diesem Zeitpunkt etwa 40 Jahre alt[2].

Coltaine war verschlossen und teilte seinen Soldaten und Offizieren meist nur das nötigste mit. Er hielt auch nie Ansprachen an seine Truppen oder legte besonderen Wert darauf von ihnen gesehen zu werden. Es gelang ihm aber trotzdem durch seine unerschütterliche Art und sein taktisches Genie sich das Vertrauen und die Loyalität seiner Soldaten zu sichern[3].

Halb im Scherz nannte er Bult seinen Onkel, obwohl dies niemals bewiesen oder widerlegt wurde.

Aussehen Bearbeiten

Er wurde als ein großer, wild aussehender Krieger beschrieben, in dessen lange, ölige Zöpfe Krähenfeder-Fetische eingeflochten waren[4][5]. Er hatte ein schmales, ausdrucksloses Gesicht war von Falten durchzogen. Er hatte tiefe Kerben um den schmalllippigen, breiten Mund und häufiges Blinzeln hatte ein Netz von Fältchen um seine dunklen, tief in den Höhlen liegenden Augen[5].

Er trug ein ziemlich mitgenommenes Kettenhemd über einem Fellswams. Von seinen breiten Schultern hing ein Krähenfederumhang, welcher ihm bis zu den Knien reichte. Er trug Reithosen, die an der Außenseite bis hinauf zur Hüfte geschnürt waren, und unter seinem linken Arm war der Horngriff eines Langmessers zu sehen[5].

Geschichte Bearbeiten

Ursprünglich vereinigte Coltaine die wickanischen Clans in einem Aufstand gegen das Malazanische Imperium, welcher als die Wickanischen Kriege in die Geschichte einging. Der Aufstand scheiterte, jedoch schaffte es Imperator Kellanved Coltaine davon zu überzeugen dem Malazanischen Imperium Treue zu schwören. Er wurde die erste wickanische Faust im Malazanischen Militär.

Nachdem Laseen Imperatrix wurde versetzte sie ihn aber in die tiefste Provinz, da er einer der Lieblinge des alten Imperators gewesen war.

Das Reich der Sieben Städte Bearbeiten

Coltaine by Puck

Coltaine von Puck

Nach dem Scheitern des Genabackis Feldzugs, der Ausstoßung von Dujek Einarm und seiner Armee und der Gefahr eines nahenden Aufstandes im Reich der Sieben Städte wurde Coltaine von Laseen zurückgerufen und bekam das Kommando über die Siebte Armee übertragen[6]. Begleitet wurde er vom Krähen-Clan, vom Tollhund-Clan und vom Wiesel-Clan. Die Wickaner erreichten Hissar, den Standort der Siebten per Boot und veranstalteten im Hafen ein Chaos, bis Coltaine sie zur Ordnung rief und man in die Stadt marschierte[7].

Seine beiden wichtigsten Ratgeber waren sein Onkel Bult und der Waerloga Sormo E'nath. Als erstes ließ er Bult bei einem Treffen der wichtigsten Mitglieder der Armee, zu denen auch der Magier Kulp und der Imperiale Historiker Duiker gehörten, Mallick Rel, den Ratgeber von Hohefaust Pormqual in seine Schranken weisen. Nachdem Rel gegangen war ließ er sich von Duiker über Pormqual informieren[8].

Angesichts der nahenden Rebellion stellte Coltaine den Übungsplan der Siebten Armee komplett um, und setzte den Fokus auf den Kampf in Städten und das Retten von Flüchtlingen[9].
Coltaine of the wickan crow clan by luztheren

Coltaine by Luztheren

Aufgrund dieser Vorbereitung traf der Ausbruch der Wirbelwind-Rebellion die Siebte Armee nicht unvorbereitet, und es gelang den Soldaten viele der malazanischen Bürger in der Stadt retten, sowie die Angriffe der Aufständischen zurückschlagen. Danach führte Coltaine den Flüchtlingszug in die Sialk Odhan hinaus[10].

Unter seiner Führung gelang es der Siebten Armee die Armee der Apokalypse an bei Bat'rol und an der Dryj-Quelle zu schlagen und den Flüchtlingszug nach Westen zu führen. Unterwegs schlossen sich ihnen weitere Flüchtlinge und auch die Sialk-Seesoldaten an. Die Adeligen unter den Flüchtlingen versuchten immer wieder Einfluss auf Coltaines Befehle zu nehmen, vor allem Nethpara, aber Coltaine wies sie immer ab. Die Flüchtlinge wurden durch die großen Herden versorgt, die die Wickaner auf seinen Befehl hin angekauft hatten. Sein Onkel Bult war sein Stellvertreter und führte die Soldaten der Siebten Armee im Feld.

Als die Armee und der Flüchtlingszug den Sekala erreichten und sich auf die Überquerung vorbereiteten gelang es Duiker zu ihnen aufzuschließen. Er hatte das Hauptquartier in Hissar an dem Abend als die Rebellion ausgebrochen war zusammen mit Kulp verlassen und war seit dem verschollen gewesen. Er nahm an Coltaines treffen mit den verbliebenen Offizieren, Lull, Chenned, Sulmar und Bult, teil und brachte ihnen wichtige Informationen über die sie verfolgenden Feinde. Als Nethpara erneut versuchte die orderungen des Adels Coltaine vorzutragen, diesmal in Begleitung von Tumlit, ließ er die beiden aus Raum entfernen.

Am nächsten Tag deckte Coltaine zusammen mit seinem Krähen-Clan die Südflanke gegen die Angriffe von Reiterkriegern, in der Schlacht an der Sekala-Furt. Nachdem die meisten Soldaten sich über die Furt zurückgezogen hatten ritten Coltaine und seine Wickaner einen letzten Angriff gegen die feindliche Front und überquerten dann auch die Furt um sich den Feinden am Ostufer zuzuwenden. Die Sappeure hatten die Furt auf seine Anweisung hin mit Steinen ausgebaut, um die Überquerung zu beschleunigen. Sie hatten sie ebenfalls vermint und sprengten sie, nachdem die letzten seiner Soldaten den Fluss überquert hatten. Coltaine hatte es mittlerweile geschafft die Soldaten der Siebten Armee für sich zu gewinnen. Einer der Veteranen bezeichnete ihn als eine kaltblütige Eidechse, aber einen von ihnen[11].

Am Abend nach der Schlacht wurde er über die Gefallenen und Verwundeten der Schlacht informiert. Von einem Gefangenen hatten sie schlechte Nachrichten erhalten. Ubaryd, ihr bisheriges Ziel, war gefallen, weshalb nur noch Aren als rettendes Ziel übrig blieb. Coltaine verbot seinen Wickanern um die Gefallenen zu trauern und sandte Sormo E'nath, Nil und Neder aus um den Gott der Semk zu töten, dessen Zaubererpriester den Wickanern zugesetzt hatten. Noch am selben Abend ließ er die Wickaner die Diener der Adeligen einziehen, was bei diesen zu weiterem Protest und Aufruhr führte[12].

Im Bann der Wüste Bearbeiten

Coltaine by Corporal Nobbs

Coltaine by Corporal Nobbs

Das nächste Ziel des Flüchtlingszugs war der P'atha, wo Coltaine plante sich den Feinden erneut zu stellen. Unterwegs setzten ihnen neben Durst vorallem Überfälle der Tithansi zu, weshalb die Faust Hauptmann Lull mit einem Trupp ausschickte um deren Kriegshäuptling zu töten. Zu diesem Trupp gehörten auch Nil und Duiker. Bei dem Kriegshäuptling handelte es sich aber um einen Semk, der von einem Fragment seines Gottes besessen war, weshalb es ihnen nicht gelang ihn zu töten. Es gelang den Waerlogas aber zumindest mithilfe der Geister des Landes Grundwasser an die Oberfläche zu bringen, um den Durst der Malazaner zu stillen[13].

Auf Anregung Duikers hin kaufte Coltaine den Adeligen ihre Diener mit dem Sold der Soldaten ab. Am P'atha wartete Kamist Reloe mit einer neuen, größeren Armee auf sie, wurde aber in der Schlacht am Gelor-Kamm erneut vernichtend geschlagen. Entscheidend für den Ausgang der Schlacht waren erneut die Sappeure, sowie die Waerlogas Nil und Neder. Erstere sorgten dafür, dass der zur schweren Kavallerie umgerüstete Tollhund-Clan die Reihen der feindlichen Elitetruppen durchbrechen konnten, während letztere die Lebenskraft eines Pferdes opferten um den anderen die Kraft für einen Sturmangriff den Hang hinauf zu geben. Die Flüchtlinge wurden während dessen von den Tithansi angegriffen, welche aber wiederrum vom Wiesel-Clan in die Flucht geschlagen wurden[14].

Nach dem Sieg über Reloe ging die größte Gefahr für die Flüchtlinge von der Armee des Abtrünnigen Korbolo Dom aus, welcher sich mit einer weiteren Armee nährte und versuchte dem Flüchtlingszug an der Furt über den Vathar den Weg nach Süden abzuschneiden. Coltaines Ziel war es deswegen die Furt vor ihm zu erreichen. Mit Unterstützung aus Aren rechnete er nicht. Deswegen lehnte er auch den Vorschlag des Rats der Adeligen ab Ubaryd zurückzuerobern, um dort auf Rettung zu warten. Er degradierte deswegen auch Sulmar, der als Sprachrohr der Adeligen im Kommandostab diese Forderung vehement vortrug[15].

Es gelang einer Vorhut die Furt vor der Armee Doms zu erreichen, aber die Hauptarmee und die Flüchtlinge kamen zu spät um den Fluss zu überqueren. Die Vorhut traf an der Furt auf die Silanda und ihre Mannschaft unter Korporal Gesler, welche mit dem Schiff aus einem brennenden Gewirr entkommen waren. Das Schiff wurde dazu benutzt um Verletzte in Sicherheit zu bringen, aber Gesler akzeptierte seine Beförderung zum Sergeant erst, nachdem ihm Coltaine ihm die Nase gebrochen hatte. Nil und Neder bestätigten anhand von Geslers Blut, dass dieser und seine beiden Begleiter sich auf dem Weg zum Aufstieg befanden und wunderten sich, was dies für Coltaine bedeutete, welcher sich bei seinem Schalg das Handgelenk gebrochen hatte.

Coltaine by Shadaan

Coltaine von Shadaan

Zur Schlacht an der Vathar-Furt kam es, nachdem Dom einen Unterhändler zu Coltaine ausschickte, der den Flüchtlingen freies Geleit zusicherte. Coltaine lehnte ab, da er eine Falle vermutete, aber Nethpara und der Rat der Adeligen nahmen im Geheimen an und führten die Flüchtlinge eigenmächtig zur Furt, nur um dort in einen Hinterhalt zu geraten. Zwanzigtausend Flüchtlinge starben und die anderen nur Überlebten weil auf Befehl Coltaines sich Soldaten unter die Flüchtlinge gemischt hatten. Mehrere hundert Soldaten und Sormo E'nath fielen beim Kampf gegen die Soldaten Doms welche die Flüchtlinge auf dem Fluss und die Armee selbst angriffen, aber es gelang dem Abtrünnigen nicht die Siebte Armee zu vernichten[16].

Nach der Schlacht wollte Coltaine die wenigen überlebenden Sappeure für ihre Tapferkeit auszeichnen, und beförderte einen von ihnen zum Sergeant. Dieser war leider Hauptmann Schwätzer, den er somit degradiert hatte. Die Situation sorgte für enorme Heiterkeit unter den Augenzeugen Duiker, Bult und Lull. Das er anschließend, auf Anraten Schwätzers, noch Sergeant Pfusch zum Hauptmann ernannte, machte die ganze Situation perfekt, und die Geschichte machte im Lager die Runde. Coltaine gab selbst zu, dass er nicht wirklich gewusst hatte wie er mit der Situation umgehen sollte, aber Duiker versicherte ihm, dass er alles richtig gemacht hatte[17].

Zitate Bearbeiten

Faust Coltaine rasselt langsam
durch das brennende Land,
von Hass geplagt, doch unverzagt,
und der Wind heult durch den Sand.
Er führt eine Kette der Hunde,
doch sie schnappt nach seiner Hand

Faust Coltaine führt sie nach Haus,
durch Flüsse aus rotem Sand,
von Blut getränkt, von Gehässigkeit gekränkt,
und der Wind heult über das Land
Er führte eine Kette der Hunde,
doch sie schnappt nach seiner Hand.

Coltaine
Marschlied der Knochenjäger[src]



Anmerkungen und QuellenangabenBearbeiten

Das Bild in der Infobox ist eine Interpretation von Coltaine, gezeichnet von Dejan Delic.