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Map Genabackis from GotM

Karte von Genabackis

Der Pannionische Krieg war ein militärischer Konflikt in Zentral-Genabackis, welcher im Jahr 1160 BS mit der Gründung der Pannionischen Domäne, eines fanatischen Gottesstaates unter der Führung eines grausamen Sehers, begann und schließlich zum Ende des Genabackis Feldzugs des Malazanischen Imperiums und einer Allianz der Armeen von Dujek Einarm und Caladan Bruth führte, welche sich zuvor bekämpft hatten.

Der Beginn Bearbeiten

Die Pannionische Domäne entstand in den fruchtbaren und dicht besiedelten Landen an der Ostküste von Zentral-Genabackis, südlich der Zimtwüste und östlich der Ebene von Lamatath. Zu den ersten Städten die an die Domäne fielen gehörten Bastion und Wacht, sowie schließlich Korall. Die Domäne eroberte rasch die anderen Städte in der Region, und wurde für ihre Grausamkeit bekannt. Die Überlebenden der eroberten Städte waren meistens gezwungen den Tenescowri beizutreten, der Bauernarmee der Domäne welche sich vor allem durch Kannibalismus ernährte.

Gegen Ende des Jahres 1163 BS fielen schließlich die Städte Setta und Lest an die Domäne[1], Setta erst nach einer dreiwöchigen Belagerung durch Septarch Kulpath und seine Armee, welche nun ihren Blick nach Norden richtete, auf die Stadt Capustan. Die Stadt Maurik, welche ebenfalls in dieser Region lag hatte sich zuvor ergeben, angeblich zu günstigen Bedingungen für die Herrscherin, aber weniger günstigen für die Priester der Stadt, welche von den Tenescrowi in Stücke gerissen und verschlungen wurden, und wahrscheinlich auch den Rest der Bevölkerung[2].

Der Norden des Kontinents war zuvor mehr als ein Jahrzehnt von den Kämpfen des Malazanischen Imperiums gegen die Freien Städte von Genabackis und später gegen die Befreiungsarmee des Kriegsherrn Caladan Bruths und die Karmesin-Garde verwüstet worden. Beide Seiten hatten die Gefahr erkannt die von der Domäne ausging, aber keine von ihnen sah sich in der Lage sowohl gegen die Domäne als auch gegen den bisherigen Feind zu kämpfen.

Die Allianz Bearbeiten


Der Verlust von fünf Hohemagiern, einer Mandata und zahllosen Imperialen Dämonen sowie das Debakel, welches mit dem Namen Darujhistan verbunden war - all das diente dazu, öffentlich die Tatsache zu rechtfertigen, dass Imperatrix Laseen Dujek Einarm und seine übel zugerichteten Legionen zu Ausgestoßenen erklärt hatte. Dass dies Einarm und seinem Heer die Möglichkeit verschaffte, einen neuen Feldzug zu beginnen, diesmal als unabhängige militärische Kraft, und seine eigenen ruchlosen Bündnisse zu schmieden, die dazu bestimmt waren, das schreckliche magische Flankenfeuer auf Genabackis fortzusetzen, war - so könnte man es sagen - ein zufälliger Nebeneffekt. Wobei man einräumen muss, dass die zahllosen Opfer jener fürchterlichen Zeit vielleicht - sollte der Vermummte ihnen das Privileg gewähren, völlig anderer Meinung wären. Das vielleicht romantischste unbedeutende Detail, was später einmal die Pannionischen Kriege genannt werden würde, war tatsächlich ein Vorläufer des eigentlichen Feldzugs; die unachtsame, gleichgültige Zerstörung einer einsamen Steinbrücke durch den Jaghut-Tyrannen bei seinem unglückseligen Marsch nach Darujhistan ...

―Imperiale Feldzüge (Der Pannionische Krieg)

1194-1195, Band IV, Genabackis

Imrygyn Tallobant (geb. 1151)[src]


Nachdem Dujek Einarm von Imperatrix Laseen zu einem Ausgestoßenen erklärt worden war, und sich deswegen mit seinem ganzen Heer vom Malazanischen Imperium losgesagt hatte, begannen er und seine Leute in Fahl Verwaltungsstrukturen aufzubauen und Abgaben und Zölle einzutreiben um die Armee zu finanzieren. Die Herrscher Darujhistans hatten bereits Verhandlung mit Dujek Einarm über ein mögliches Bündnis aufgenommen, und unterstützten ihn mit Spenden. Gleichzeitig marschierte Caladan Bruth mit der Befreiungsarmee, welche zu diesem Zeitpunkt noch aus den Tiste Andii, den Rhivi mit ihren Herden, den Barghast vom Ilgres-Clan sowie einem halben dutzend Söldnerkompanien und Regimenter aus verschiedenen Städte bestand, sich nach Süden aufgemacht hatte um ebenfalls mit Dujek über ein Bündnis gegen den Pannionischen Seher zu verhandeln[3]. Die Karmesin-Garde hatte war abgezogen. Offiziell war sie mit inneren Angelegenheiten beschäftigt, aber vermutlich hatten die Gardisten entschieden, dass sie auf keinen Fall ein Bündnis mit Malazanern, und seien es Ausgestoßene, eingehen würden.

Für Streit sorgte die Anwesenheit von Silberfuchs, der ersten Knochenwerferin der T'lan Imass aus Fleisch und Blut seid dem Ritual von Tellann, welche von der Mhybe, einer Rhivi, geboren worden war und nun durch die Lebenskraft der Mhybe genährt schnell zu einer jungen Frau heranwuchs. Eine der Seelen in ihr war die der Schwester der Kalten Nächte, einer alten Feindin von Kallor, des Stellvertreters von Caladan Bruth. Zudem stellte sich heraus, dass Hauptmann Ganoes Paran von den Brückenverbrennern der neue Herr der Drachenkarten war.

Nachdem die Delegation des Stadtrats von Darujhistan, geführt von Coll Jhamin und Estraysian D'Arle, in Fahl eingetroffen war, und man sich, durch Vermittlung von Kruppe, darauf geeinigt hatte die Trygalle-Handelsgilde mit der Versorgung der Armee mit Nachschub zu beauftragen, wobei dieser vom Stadtrat bezahlt wurde, begann man mit dem Aufbruch. Der Plan sah vor zuerst nach Süden und dann am Nordufer des Catlin entlang nach Osten zu marschieren, in der Hoffnung die Stadt Capustan zu erreichen, bevor diese von der Pannionischen Domäne erobert werden würde. Sollte dies erfolgreich sein wollte man bei Capustan den Fluss überqueren und die Städte Setta, Lest und Maurik befreien, bevor man das Herz der Domäne bei Korall angreifen würde. Während man noch versuchte Kontakt mit den Verteidigern von Capustan aufzunehmen, wurden die Brückenverbrenner zu den Weißgesicht-Barghast geschickt, um über eine Allianz gegen die Domäne zu verhandeln und die Quorl-Geschwader der Schwarzen Moranth wurden zu den Weitblick-Bergen im Nordwesten der Pannionischen Domäne verlegt[4][5].

Der Krieg im Süden Bearbeiten

Im Süden der Pannionischen Domäne lag die größtenteils unbesiedelte Ebene von Lamatath, auf der es weder Staaten noch Städte gab. Der wiedererwachte Ältere Gott K'rul, der von dem Gift bedroht wurde welches von der Domäne aus sich in den Gewirren ausbreitete, beschloss von dieser Seite aus eine zweite Front auf die Domäne zu eröffnen, damit der Seher Armeen aus dem Norden abziehen musste[6].

Der Seher hatte Prediger seines Kultes in die Städte jenseits der Ebene von Lamatath ausgesandt, und einige von ihnen hatten auch die Insel der Seguleh im Westen erreicht, wurden aber von den Seguleh getötet. Der Seher drohte ihnen mit Krieg, was diese freudig begrüßten. Da aber der Seher dann doch keine Armeen entsandte, entschied sich der Erste der Seguleh eine Strafarmee gegen die Domäne zu schicken[7]. Es ist unklar welche Rolle K'rul dabei gespielt hatte, aber er hatte mit drei- bis vierhundert Initiierten des elften Grades gerechnet[8]. Stattdessen wurden nur drei entsandt, Mok, Senu und Thurule. Das Mok aber der Dritte der Seguleh war, schien diesen Umstand aufzuwiegen. Die drei wurden von Lady Missgunst, einer mächtigen Zauberin und Tochter von Draconus, in ihren Bann geschlagen, wobei letztere auch mit K'rul im Bunde war. Die Gruppe wurde noch durch die Ay Baaljagg, den großen Hund Garath, den Malazaner Toc den Jüngeren und den T'lan Imass Tool verstärkt, das ehemalige Erste Schwert.

Die Belagerung von Capustan Bearbeiten

Die Möglichkeiten von Fürst Jelarkan von Capustan seine Stadt mit eigenen Truppen zu verteidigen waren begrenzt. Er teilte sich die Herrschaft über die Stadt mit dem Maskenrat, der Versammlung der Hohepriester der in der Stadt angebeteten Götter, und eine Vereinbarung mit dem Gremium erluabte es ihm nicht die Truppenstärke seiner Capanthall auf mehr als zweitausend Mann zu erhöhen. Der Maskenrat und die Tempel verfügten selbst über eigene, besser ausgebildete und ausgerüstete Truppen, die Gidrath, aber selbst mit vereinigten Streitkräften waren sie den Truppen der Domäne um ein Vielfaches unterlegen. Der Fürst umging das Gesetz indem er die Söldnerkompanie der Grauen Schwerter aus Elingarth zu einem hohen Preis anheuerte, und die Streitkräfte der Stadt so um siebentausend erfahrene Kämpfer verstärkte. Geführt wurde die dem Gott Fener geweihte Kompanie vom Todbringenden Schwert des Gottes, Brukhalian, seinem Destriant, Karnadas, und seinem Schild-Amboss, Itkovian.

Während der Maskenrat aus Angst um seine eigene Macht versuchte die Bemühungen des Fürsten und der Grauen Schwerter zu behindern, viele der Mitglieder glaubten auch nicht an einen nahenden Angriff der Domäne, trafen die Grauen Schwerter Vorbereitungen für eine Belagerung und rekrutierten unter den Bewohnern der Stadt. Sie wurden auch vom Schnellen Ben kontaktiert, welcher ihnen die Unterstützung der neuen Allianz zusicherte, was sie skeptisch annahmen[9].

Während einer Patroullie außerhalb der Stadt entdeckten Itkovian und seine Soldaten einen untoten K'Chain Che'Malle, welcher vom Seher über den Fluss gesandt worden war um die Karawanen auf dem Weg nach Capustan zu überfallen und Stadt zu isolieren. Es gelang ihnen den einzelnen K'ell-Jäger unter hohen Verlusten zu besiegen, nur um von vier weiteren angegriffen zu werden. Sie wurden von Kron T'lan Imass gerettet, welche nach Genabackis gekommen waren um an der Zweiten Zusammenkunft teilzunehmen. Diese schlossen ein Bündnis mit den Grauen Schwerter und gemeinsam, zusammen mit den T'lan Ay, begann man die Ebenen um die Stadt von den untoten Wesen zu säubern. Sie fanden auch die Überreste eines Überfalls der K'ell-Jäger auf zwei Kutschen, und brachten die Überlebenden nach Capustan. Zu diesen gehörten Keruli, Grantl, Stonny und die Barghast Hetan und Cafal[9].

Beginn der Belagerung Bearbeiten

Septarch Kulpath führte auch die Belagerung von Capustan an. Er überquerte den Catlin mit achtzigtausend Soldaten und mehr als hunderttausend Tenescowri und war den Verteidigern zahlmäßig weit überlegen. Sein Angriff auf die Stadt verzögerte sich aber um einige Tage, da seine untoten K'ell-Jäger von den Kron T'lan Imass und den T'lan Ay vernichtet wurden[10].

Anmerkungen und Quellenangaben Bearbeiten

  1. Die Gärten des Mondes, Kapitel 7, Seite 257
  2. Die eisige Zeit, Kapitel 3, Seite 129
  3. Die eisige Zeit, Kapitel 2, Seite 86-87
  4. Die eisige Zeit, Kapitel 4
  5. Die eisige Zeit, Kapitel 5
  6. Die eisige Zeit, Kapitel 7
  7. Die eisige Zeit, Kapitel 5, Seite 210-211
  8. Die eisige Zeit, Kapitel 7, Seite 381-382
  9. 9,0 9,1 Die eisige Zeit, Kapitel 7
  10. Die eisige Zeit, Kapitel 11
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