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Die Malazanische 7. Armee war eine der Armeen des Malazanischen Imperiums. Ihre Faust und Oberbefehlshaber war der Wickaner Coltaine. Sie war auch unter dem Namen Kette der Hunde bekannt, aufgrund des Flüchtlingszugs den sie von Hissar nach Aren eskortierte.

Geschichte Bearbeiten

Die Siebte wurde anscheinend in den Wickan-Kriegen eingesetzt, da die Hälfte ihre Offiziere ihr erste richtige Schlacht gegen Coltaine und die Wickaner geschlagen hatten[1].

Die 7. Armee war im Jahr 1164 BS im Reich der Sieben Städte stationiert um die nahende Wirbelwind-Rebellion niederzuschlagen. Ihr Hauptquartier war in der Hafenstadt Hissar[2]. Die Faust der Siebten Armee, Torlom, wurde im Hauptqartier von einem Dryjhnii-Assassinen ermordet[3].

Aufbau Bearbeiten

Der Großteil der Soldaten der Siebten Armee gehörte zur Mittelschweren Infanterie, welche in Kompanien eingeteilt waren. Diese Kompanien waren in Kohorten unterteilt, welche wiederum aus Trupps bestanden. Im Feld orientierte sich auch der Aufbau des Lagers an dieser Einteilung. Sie waren mit mannshohen Bronzeschilden, Piken und Kurzschwertern ausgerüstet. Ihre Rüstungen bestanden aus mit Eisen verstärkter Bronze und Kettenhemden.

Die restlichen Fußsoldaten gehörten entweder den Seesoldaten, einer Mischung aus Schwerer Infanterie und Stoßtruppe, eine Erfindung von Imperator Kellanved, oder den Sappeuren an. Die Seesoldaten waren mit Armbrüste, sowie Kurz- und Langschwerter bewaffnet. Sie trugen geschwärzte Kettenhemden unter grauem Leder und jeder dritten von ihnen war mit einem Schild aus dickem, weichem Holz ausgerüstet. Diese wurden vor der Schlacht mit Wasser getränkt und wurden dazu benutzt dem Feind "die Zähne zu ziehen". Dessen Waffen blieben nämlich darin stecken, weshalb man ihn nach einigen Minuten weglegen musste.

Die Sappeure wiederum schlugen ihre Zelte meist am Rand des Lagers auf, da auch die Moranth-Munition von ihnen verwahrt wurde. Die malazanischen Pioniere zeichneten sich durch durch ihre Unordentlichkeit und Disziplinlosigkeit aus[4].

Zudem verfügte die Siebte Armee noch über Mittelschwere Kavallerie.

Das Reich der Sieben Städte Bearbeiten

Coltaine wurde zur neuen Faust der 7. Armee ernannt. Mit ihm kamen drei Wickanische Stämme, der Krähen-, der Tollhund- und der Wiesel-Clan. Im Hafen von Hissar kam es beinahe zu einer Auseinandersetzung mit der Hissar-Garde. Auch die Offiziere waren über die Entscheidung Coltaine zu ihrem Vorgesetzten zu machen nicht glücklich[5]. Insgesamt fünftausend Wickaner, nicht nur Krieger sondern auch alte Menschen, Frauen und Kinder, begleiteten ihn[6].

Coltaine stellte den Übungsplan der Siebten Armee komplett um. Statt Schlachtformation und Schwenks ließ er sie in den teilweise wieder aufgebauten Ruinen eines Klosters außerhalb von Hissar das Kämpfen in Städten und die Rettung von Flüchtlingen üben. Der Kadermagier Kulp beschwor Illusionen von Flüchtlingen, welche ihre Möbel mitschleppten, sich Anweisungen wiedersetzen oder in die falsche Richtung liefen. Die Übungsgefecht wurde gegen die Wickaner geführt und die Siebte verlor jede von ihnen. Beinahe alle Soldaten starben in den Scheingefechten mehrmals, besonders Korporal List. Erst nachdem Kulp mit den Truppführern geredet hatte und den Soldaten ein freier Tag bei einem Sieg versprochen worden war, gelang es ihnen ein Gefecht zu gewinnen[7].

Als die Wirbelwind-Rebellion schließlich ausbrach waren der Historiker Duiker und Kulp gerade nicht in Hissar. Das Hauptquartier der Armee wurde angegriffen, auch mithilfe von Magie. Währenddessen zog ein aufständischer Mob durch die Viertel der Stadt und begann zu plündern, zu vergewaltigen und grausam zu morden. Die Wickaner brachen aus dem Belagerungsring aus, während die Siebte die Angreifer zurück schlug, und ritten in die Stadt. da sie zu spät waren um die ersten Massaker zu verhindern umgingen sie den Mob und stellten ihm eine Falle. Es gelang ihnen die Aufständischen ohne größere Verluste niederzumachen. Danach sammelten sie die überlebenden malazanischen Bürger und verließen die Stadt in Richtung Westen. Eine Armee der Apokalypse unter dem Kommando des Hohemagiers Kamist Reloe nährte sich und weitere Flüchtlinge waren unterwegs um bei der Siebten Armee Schutz zu suchen[8].

Unter Coltaines Führung gelang es der Siebten Reloes Mob in der Schlacht von Bat'rol eine erste schwere Niederlage zuzufügen, aufgrund der größeren Disziplin und besseren Ausrüstung der Malazaner. Es gelang Coltaine seinen Gegner immer einen Schritt voraus zu sein und alle kleineren Gefechte die folgten für sich zu entscheiden. Zur nächsten größeren Schlacht kam es am Ufer des Sekala. Am Abend vor dem Beginn der Schlacht an der Sekala-Furt gelang es Duiker die Siebte wieder einzuholen und wurde so Zeuge der Ereignisse. Die Siebte und vor allem ihre Verbündeten erlitten zwar Verluste, in einigen Fälle sogar schwere, aber es gelang ihnen die Überquerung des Flusses für sowohl die Flüchtlinge als auch das Vieh und sich selbst zu sichern. Dabei sahen sie sich Angriffen von zahlmäßig weit überlegenen Streitkräften unter dem Kommando Kamist Reloes auf beiden Seiten des Flusses ausgesetzt. Die Sappeure der Siebten bauten die Furt mit Steinen aus um eine schnellere Überquerung zu ermöglichen und verminten sie gleichzeitig. Nachdem die letzten Malazaner die Furt überquert hatten sprengten sie sie[9].

Da sie von einem gefangenen Krigshäuptling der Tithansi erfahren hatten, dass Ubaryd gefallen war, blieb ihnen jetzt nur noch Aren als Ziel ihrer Flucht übrig.

Im Bann der Wüste Bearbeiten

Auf dem Marsch übernahmen Coltaine und tausend Krieger vom Krähen-Clan die Spitze des Trecks. Ihnen folgten etwa tausend Soldaten der Sieben, die Verwundeten die noch gehen konnten, welche eine Vorhut für die Adeligen bildeten, welche zu beiden Seiten von zehn Kompanien der Infanterie der Siebten beschützt wurden. Zwischen den Adeligen und den anderen Flüchtlingen ritt die verbliebene Mittelschwere Kavallerie der der Siebten, etwas mehr als zweihundert Mann. Die Flüchtlinge wurden im Süden von fünf Kompanien der Infanterie, insgesamt weniger als tausend Mann, sowie zwei Patrollien der Wickaner, eine davon vom Tollhund-Clan und beide etwa zweihundertfünfzig Mann stark, flankiert, wobei die Reiterkrieger in größererm Abstand patrollierten. Im Norden ergab sich die selbe Aufstellung mit zwei Patrollien und einer größeren Infanterie-Einheit nahe bei den Flüchtlingen, wobei diese sich in diesem Fall aus den Sialk-Seesoldaten und den Hissari-Hilfstruppen zusammensetzte. Die Nachut bildeten tausend berittene Wickaner aus allen drei Clans[10]. Sie war zu diesem Zeitpunkt noch etwa zehntausend Mann stark.

Das nächste Ziel der Siebten Armee war der Fluss P'atha, wo Coltaine vorhatte sich wieder den sie verfolgenden Feinden zu stellen. Unterwegs wurden sie aber immer wieder von Reiterkriegern der Tithansi überfallen, und ihre Wasservorräte gingen langsam zur Neige. Einige Flüchtlinge verdursteten bereits, da die letzten Reserven für die Soldaten aufgespart wurden. Ein Trupp, angeführt von Hauptmann Lull wurde zusammengestellt, der den dafür veranwortlichen Kriegshäuptling ausschalten sollte. Mithilfe von Nil und einem anderem Waerloga gelang es ihnen sich hinter die feindlichen Linien zu schleichen und ihn zu töten, nur um festzustellen, dass der Semk der den Kriegshäuptling begleitet hatte die wahre Bedrohung war. Dieser war nämlich von einem Fragment seines Gottes besessen. Siebzehn Soldaten starben, ohne dass man den Semk töten konnte, darunter ein Waerloga. Der Rest musste sich wieder zurückziehen. Allerdings konnten die verbliebenen Waerlogas eine Idee Duikers umsetzen und mithilfe der Geister Wasser aus dem Boden fördern, um den Durst der Flüchtlinge und Soldaten zu stillen[11].

Für die Schlacht am Gelor-Kamm teilte sich die Armee auf. Die Sappeure waren in der Nacht verschwunden, und der Wiesel-Clan blieb am Ostufer des P'atha zurück, um die Flüchtlinge zu bewachen. Der Rest der Armee marschierte Kamist Reloes Armee entgegen, der seine Elitetruppen am oberen Ende der Rampe die den Gelor-Kamm hinauf führte, während der Rest seiner Soldaten, welche sich aus Truppen von sechs Städte und vier Stämmen zusammensetzten, sich bereit machten die Malazaner einzuschließen. Die Siebte konnte aber alle Angriffe unter Verlusten zurückschlagen, bis der Tollhund-Clan, welcher sich zu schwerer Kavallerie umgerüstet hatte, mit einem Sturmangriff den Hang hinauf die Elitestreitkräfte des Feindes zerschlug. Danach konnte auch der Rest der Anhänger der Apokalypse in die Flucht geschlagen werden. Der Wiesel-Clan wehrte währenddessen einen Angriff auf die Flüchtlinge ab, und richtete ein Massaker unter den Angreifern an. Allerdings gab es auch unter den Flüchtlingen eine größere Zahl von Toten[12].

Trotz ihrer Siege war die Siebte Armee geschwächt. Sie verfügte nur noch über drei Magier, die Heiler waren ausgelaugt und die Vorräte schwanden auch dahin. Um die Verluste auszugleichen rekrutierte Mann die Diener, die man den Adeligen abgekauft hatte, in die Siebte Armee. Der Rat der Adeligen meinte, dass man Ubaryd zurückerobern und befestigen sollte, um auf Unterstützung aus Aren zu warten. Da aber bisher von dort keine Unterstützung gekommen war, und man es nun mit einem erfahrenen Strategen wie Korbolo Dom zu tun hatte, blieb Coltaine bei seinem Ziel den Vathar so schnell wie möglich zu erreichen.

Die Siebte Armee erreichte die Furt ungefähr zeitgleich mit den Streitkräfte Korbolo Doms. Dieser bot Coltaine über einen Gesandten freies Geleit für die Flüchtlinge an, was dieser aber ablehnte, da er ihm nicht vertraute. Mithilfe der Silanda unter dem Kommando von Korporal Gesler konnten etwa hundert Verwundete in Sicherheit gebracht werden. Am nächsten Morgen führte der Rat der Adeligen, welcher das Angebot Doms über einen zweiten Gesandten insgeheim angenommen hatte, die Flüchtlinge ohne Absprache mit Coltaine über die Furt, wo sie in einen Hinterhalt der Aufständische gerieten und von allen Seiten angegriffen wurden. Währenddessen griff Dom mit seiner Hauptstreitmacht die Nachut der Siebten an. Die Angreifer an der Furt konnten, dank Seesoldaten, Sappeuren und Wickanern die sich unter die Flüchtlinge gemischt hatten, geschlagen werden und der Rest der Siebten konnte sich kämpfend über die Furt zurückziehen, aber zwanzigtausend Flüchtlinge, siebenhundert Soldaten und mehrere hundert Wickaner sowie Sormo E'nath, der mächtigste Magier der Armee, waren gefallen. Nur etwa ein dutzend Sappeure und zwanzig Seesoldaten waren noch am Leben[13][14].

Die Siebte setzte ihre Reise nach Süden fort, wobei Korbolo Dom ihnen folgte, aber keinen Großangriff im Wald wagte. Coltaine degradierte aus Versehen Hauptmann Schwätzer für besondere Tapferkeit.

Angehörige Bearbeiten

Oberbefehl Bearbeiten

Offiziere Bearbeiten

Historiker Bearbeiten

  • Duiker - Imperialer Historiker

Magierkader Bearbeiten

Sappeure Bearbeiten

  • Pfusch - eine Sappeurin, Sergeant, später Hauptmann
  • Krake - ein Sappeur

Fünfte Kompanie Bearbeiten

Sialk-Seesoldaten Bearbeiten

Soldaten Bearbeiten

Rote Klingen Bearbeiten

Flüchtlinge Bearbeiten

Anmerkungen und Quellenangaben Bearbeiten

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