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Die Tiste-Invasion, auch Edur-Invasion genannt, war ein militärischer Konflikt zwischen den K'Chain Che'Malle auf der einen und den Tiste Andii und Tiste Edur auf der anderen Seite. Er kennzeichnete auch den Exodus der beiden Völker aus den beiden Gewirren, die ursprünglich ihre Heimat bildeten: Kurald Galain und Kurald Emurlahn. Er fand lange Zeit vor der Evolution der Menschen statt, im Zeitalter der Älteren Götter[1].

Vorgeschichte Bearbeiten

Die Tiste Andii unter der Führung von Silchas Ruin verließen ihre Heimat Kurald Galain, nachdem Mutter Dunkel sich von ihnen abgewandt hatte, während die Tiste Edur unter der Führung von Scabandari Blutauge ihre Heimat verlassen mussten, nachdem das Gewirr zu zerbrechen begann. Laut der Älteren Göttin Kilmandaros waren die Tiste Edur durch ihre bösartigen Taten selbst daran schuld, dass Kurald Emurlahn starb[2].

Die beiden Fraktion verbündeten sich, um in der Malazanischen Welt sich eine neue Heimat zu erobern. Die Tiste Andii waren auch auf der Suche nach einer ersten Welle von Siedlern aus ihrem Volk, die sich bereits zuvor hier niedergelassen hatten. Ihnen stellten sich die K'Chain Che'Malle entgegen, welche damals schon im schwinden begriffen und von einem Bürgerkrieg geschwächt waren. Der Konflikt fand auf dem Kontinent statt, der später Lether genannt wurde.

Die Schlacht Bearbeiten

In einer finalen Schlacht standen vierhunderttausend Tiste Andii und zweihunderttausend Tiste Edur einer großen Armee von K'Chain Che'Malle gegenüber, mit mehreren Himmelsfestungen und über sechzigtausend K'ell-Jägern, den Elitetruppen der drei Matronen.

Die Gruppen aus beiden Armeen opferten sich, indem sie die vier Himmelsfestungen in angriffen und somit verhinderten, das diese ihren Armeen auf der Ebenen zu Hilfe kommen konnten. Sie erkauften auch Scabandari Blutauge und Silchas Ruin genug Zeit um die Himmelsfestungen in Drachengestalt anzugreifen und einen Sturm der Gewirre zu entfesseln, Kurald Galain, Kurald Emurlahn und Starvald Demelain. Alle Himmelsfestungen wurden zerstört.

Auf dem Boden stellten sich die Tiste Andii den K'ell-Jägern frontal entgegen, während die Tiste Edur den Feind von der östlichen Flanke attakierten und, unterstützt von mächtiger Zauberei, ins Herz der feindlichen Armee vorstießen, da die K'Chain Che Malle mit einem solchen Angriff nicht gerechnet hatten.

Am Ende war die Ebene mit Trümmern der Himmelsfestungen und riesigen Leichenbergen bedeckt gewesen. Die K'Chain Che'Malle waren zwar besiegt worden, aber zu einem hohen Preis. Es hatten etwa achtzehntausend Tiste Edur den Kampf überlebt und nur rund eintausend der Tiste Andii, da diese gegen die K'ell-Jäger gekämpft hatten[3].

Der Verrat Bearbeiten

Die Soldaten der Tiste Edur umringten die Tiste Andii, angeblich um sie symbolisch zu schützen, während Silchas Ruin sich mit Scabandari Blutauge zu einem Gespräch traf. Dann rammte Blutauge ihm aber einen verzauberten Dolch in den Rücken, welcher ihn bewegungsunfähig machte, und die Tiste Edur griffen die Tiste Andii an und töteten ihre Verwandten.

Scabandari Blutauge, welcher glaubte seinen letzten Konkurrenten um die Herrschaft dieser Welt beseitigt zu haben, übergab Silchas Ruin einem Azath Haus im Süden, dem Azath Turm. Er unterschätzte aber die anderen Mächte und Rassen dieser Welt[4].

Nachspiel Bearbeiten

Der Jaghut Gothos hatte die Schlacht beobachtet und bereitete ein Ritual vor, um das Land mit Eis zu reinigen. Der Ältere Gott Mael kam hinzu und bat ihn darum es so abzuändern, dass es stattdessen die die Übereste bewahren würde. Er hatte sich mit Kilmandaros verbündet, um Scabandari zur Strecke zu bringen, während Osserc sich Anomander Rake entgegen stellen würde[5]. Die beiden trieben Scabandari in seiner Drachengestalt in die Enge und Kilmandaros tötete ihn schließlich, nachdem Gothos einen Finnest vrbereitet hatte um seine Seele auf ewig gefangen zu halten. Den Finnest nahm Gothos an sich[6].

Die Tiste Edur waren danach führerlos und wurden von dem heranrückenden Eis und den Unwettern zerstreut. Sie siedelten sich schließlich westlich des sich bildenen Eisfeldes an und verloren im Laufe der Zeit fiel von ihrer Kultur und ihrem Wissen. Sie lebten in einer Stammesgesellschaft welche sich auf den Ackerbau, die Jagd und kriegerische Heldentaten konzentierte. Die Geschichte über ihren Weg in diese Welt und die Schlacht wurde verdreht, da man sich nicht der eigenen Schuld stellen wollte, weshalb bei ihnen Silchas Ruin als der Verräter galt, der Scabandari Blutauge angegriffen hatte und dafür bestraft wurde. Blutauge selbst wurde von ihnen unter dem Namen Vater Schatten als Gott verehrt, der sie irgendwann wieder zurück in ein geheiltes Kurald Emurlahn führen würde. Nur bei den Frauen blieb ein Teil der Wahrheit erhalten.

Es gab auch Überlebende bei den Tiste Andii. Frauen, Kinder und Alte, welche nicht an der Schlacht teilgenommen hatten und denen es unter der Führung von vier jungen Magiern, welche später den Orden der Onyx-Zauberer gründen sollten, gelang, sich der Verfolgung durch die Tiste Edur zu entziehen. Sie fanden schließlich eine neue Heimat östlich des Eisfeldes, und benannten sie nach den dort vorkommenden Blumen Blaurose. Sie verheimlichten auch in späterer Zeit ihre Identität als Tiste Andii um sich zu schützen und sandten Spione zu den Edur, um diese zu überwachen.

Anmerkungen und Quellenangaben Bearbeiten

  1. Kinder des Schattens, Prolog, Seite 9
  2. Der goldene Herrscher, Prolog, Seite 7
  3. Kinder des Schattens, Prolog, Seite 9-12
  4. Kinder des Schattens, Prolog, Seite 12-16
  5. Kinder des Schattens, Prolog, Seite 17-18
  6. Der goldene Herrscher, Prolog, Seite 7-11
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