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Das Reich der Sieben Städte.PNG

Karte des Reichs der Sieben Städte

Die Wirbelwind-Rebellion, auch Sha'ik-Rebellion genannt, war ein Aufstand gegen das Malazanische Imperium im Reich der Sieben Städte, welcher im Jahr 1164 BS begann. Die Einheimischen sprachen von der Rebellion auch als Apokalypse.

Während der Rebelion kämpften die Anhänger der Apokalypse unter dem Befehl ihrer Anführerin Sha'ik, der Prophetin der Wirbelwind-Göttin, gegen das Malazanische Imperium.

Vorgeschichte Bearbeiten

Das Reich der Sieben Städte war vom Malazanischen Imperium im Jahr 1154 BS entgültig erobert worden, nachdem in der 1. Belagerung von Y'Ghatan der letzte Wiederstand gebrochen worden und die letzten Streitkräfte des Reichs der Sieben Städte besiegt worden waren.

Die Herrschaft der Malazaner blieb auch zehn Jahre nach der Eroberung noch unruhig. Der Kern des Wiederstands und der Rebellion war Sha'ik, welche als Prophetin der Wirbelwind-Göttin, wahrscheinlich die wichtigste Göttin im Reich der Sieben Städte, besonderes Gewicht hatte. Hinzu kam eine Prophezeiung von Dryjhna der Apokalyptischen welche die Apokalypse voraussagte, was als ein Aufstand gegen das Malazanische Imperium verstanden wurde. Ihre Anhänger bezeichneten sich als Anhänger der Apokalypse und waren fanatisch in ihrem Hass auf die Mezla, wie sie die Malazaner nannten. Sha'ik hatte sich in die heilige Wüste Raraku zurückgezogen, die Heimat der Wirbelwind-Göttin, und schlug ihr Hauptquartier dort in einer Oase auf.

Der höchstrangige Vertreter des Imperiums war die Hohefaust in Aren. Etwa 1160 BS verschwand die damalige Hohefaust Cartheron Crust. Angeblich ertrank er im Hafen von Aren, aber seine Leiche wurde nie gefunden. Sein Nachfolger wurde der Adelige Pormqual, welcher aber nur dem Namen nach regierte und sich nur durch seine Unfähigkeit hervortat[1]. Die wahre Macht lag in den Händen seines obersten Ratgebers, Mallick Rel, eines Jhistal-Priesters, welcher innerhalb von kürzester Zeit in diese einflussreiche Position aufgestiegen war[2]. Er regierte zusammen mit einer Gruppe reicher, adeliger Kaufleute, welche Misswirtschaft betrieben um ihren eigenen Gewinn zu vergrößern. Sie senkten die Pflichtsteuer auf eingeführte Waren und erhöhten die lokalen Steuern sowie die Zölle für die Ausfuhr von Waren, außer für solche die sie selbst ausführten[3]. Dies schadete natürlich der einheimischen Wirtschaft und brachte noch mehr Menschen gegen das Imperium auf.

Das Imperium reagierte mit harter Hand und Verbot bestimmte Symbole und Gesten die gegen das Imperium oder an verbotene Heilige gerichtet waren[4]. Viele hassten die Malazaner, fürchteten sie aber auch aufgrund des Massakers der T'lan Imass in Aren während der Eroberung des Reichs der Sieben Städte. Die meisten Menschen hielten sich bedeckt da sie Spione fürchteten.

Es gab für Einheimsche des Reichs der Sieben Städte aber auch Möglichkeiten innerhalb des Malazanischen Imperiums aufzusteigen. Das Militär rekrutierte Einheimische für seine Armeen und große Teile der Soldaten in Einarm's Heer im Genabackis Feldzug kamen ursprünglich aus dem Reich der Sieben Städte[5]. Die bedeutenste pro-malazanische Organisation im Reich der Sieben Städte waren die Roten Klingen, welche fanatische Anhänger des Malazanischen Imperiums und der Imperatrix Laseen waren. Sie gingen mit brutalem Pragmatismus gegen das eigene Volk vor[6].

Das Jahr des Aufstandes Bearbeiten

Bis zum heutigen Tag ist es leicht, die Tatsache zu ignorieren, dass im Kommandostab in Aren Verrat, Meinungsverschiedenheiten, Rivalitäten und Arglist weit verbreitet waren ... Die Behauptung, dass der Kommandostand keine Ahnung von den unterschwelligen Strömungen im Land ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls überaus zynisch ...

Die Sha'ik-Rebellion
Cullaran[src]



Im Jahr 1164 BS nahte das siebte Jahr von Dryjhna und damit die Apokalypse. Die Stimmung war angespannt. Überall im Reich der Städte vermehrten sich die Symbole an den Häuserwänden, eine Geheimsprache mit der die Aufständischen miteinander kommunizierten und die kaum ein Malazaner versucht hatte zu entschlüsseln[7]. Ihre Assassinen führten Attentate gegen Malazanische Offiziere aus. So starb etwa Faust Torlom von der 7. Armee in Hissar durch einen solchen Angriff[8]. Hinweise von Roten Klingen und den verbliebenen Spionen, die noch nicht getötet oder verjagt worden waren, wurden in vielen Fällen ignoriert oder die falschen Schlüsse daraus gezogen. Sie zog die Faust in Ehrlitan beinahe alle Soldaten in die viel zu kleine Festung der Stadt zurück, ohne sie überhaupt wirklich versorgen zu können und ließ große Teile der Stadt und den Hafen beinahe ungeschützt[9].

Imperatrix Laseen ernannte daraufhin den Wickaner Coltaine zur neuen Faust der 7. Armee. Mit ihm kamen 5000 Wickaner nach Hissar um die Siebte zu unterstützen. Coltaine hatte selbst einen Aufstand gegen das Malazanische Imperium angeführt und war einer der letzten großen Befehlshaber in den Rängen des Militärs. Er sollte dem Aufstand niederschlagen. Ihm unterstellt war unter anderem der Imperiale Historiker Duiker[10].

Hohefaust Pormqual setzte währenddessen seine desaströse Politik unter Einfluss seines Obersten Ratgebers Mallick Rel fort. Die Sahul-Flotte unter Admiral Nok wurde wenige Tage vor Beginn des Aufstands nach Aren verlegt[11], und die Kansu-Flotte wahrscheinlich auch[12]. Ein unsinniger Befehl die ganze Siebte Armee nach Aren marschieren zu lassen wurde von Coltaine und seinem Stellvertreter Bult ignoriert und der Bote, Mallick Rel höchstpersönlich, aus der Versammlung entfernt[13]. Trotzdem blieb die 7. Armee als einzige größere Einheit in den östlichen Provinzen zurück.

Das Attentat auf Sha'ik Bearbeiten

"... Worte des Wahnsinns, und in der Wüste wartet Sha'ik, die Seherin, die verheißene Anführerin der Rebellion ..."
Kalam Mekhar über das Buch von Dryjhna[src]
Um den Ausbruch der Rebellion zu verhindern und ihr das Herz herauszuschneiden folgte der Kommandant der Roten Klingen, Tene Baralta, einem riskanten Plan. Er entwendete das Buch von Dryjhna, ein heiliges Artefakt der Wirbelwind-Göttin, aus den Gewölben der Hohefaust in Aren. Es war prophezeit worden, dass Sha'ik dieses Buch öffnen und damit den Wirbelwind und die Rebellion entfesseln würde. Über den Doppelagenten Mebra, welcher sich als Anhänger des Wirbelwinds ausgab, wollten sie das Buch einem Rebellen zuspielen, welcher es zu Sha'ik bringen sollte. Mithilfe eines Stückes Bhederin-Leder aus dem Buch und Magie wollten sie ihm folgen und die Seherin töten. Zufälligerweise kam der Brückenverbrenner Kalam Mekhar zu Mebra nach Ehrlitan um einen Gefallen einzufordern. Er nahm das Buch an sich um es Sha'ik zu übergeben und im Gegenzug freies Geleit zu erhalten[14]. Er wurde von Lostara Yil und einer anderen Roten Klinge beschattet. Sie holten ihn in der Festung Ladro aufgrund eines Sandsturms unabsichtlich ein. Nachdem Kalam die Festung verlassen hatte töteten die beiden alle Anwesenden in der Festung, da sie sie für Mitverschwörer Kalams hielten, was eine Fehleinschätzung der Situation war[15].

Kalam führte sie schließlich unabsichtlich zu Sha'ik, indem er ihnen die geheimen Wege durch die Raraku zeigte. Er übergab das Buch der Seherin und als Zeichen ihres Dankes überließ sie ihm einen ihrer Leibwächter, die Aptorian-Dämonin Apt, welche die in ihre Dienste gezwungen hatte. Kalam setzte danach seinen Weg fort. Sha'ik öffnete im Morgengrauen mit den ersten Strahlen der Sonne das Buch und wurde von einem Armbrustbolzen getötet, welchen Lostara Yil abgeschossen hatte. Ihre Leibwächter Toblakai und Leoman greifen die Roten Klingen an und können einige von ihnen töten und die anderen vertreiben. Die verbliebenen Roten Klingen unter Tene Baralta, außer Lostara Yil, welche Kalams Spur aufnahm, zogen sich nach Pan'potsun zurück. Leoman und Toblakai warteten bei Sha'iks Leichnam und hofften auf ihre Wiedergeburt[16].

Die Rebellion beginnt Bearbeiten

"Das Reich der Sieben Städte hat sich erhoben. Dryjhna - der Wirbelwind ist gekommen"
Heboric Leichte Hand[src]

G'danisban Bearbeiten

Noch bevor Sha'ik das Buch von Dryjhna öffnete nahm eine Armee welche zur Armee der Apokalypse gehörte die Stadt G'danisban ein. Dies war möglicherweise die erste Stadt die fiel. Zu dieser Armee gehörten unter anderem Krieger der Arak aus der nahen Pan'potsum Odhan. Auch Krieger der Gral waren unterwegs um sich ihnen anzuschließen. In der Stadt kam es zu einem Massaker an den malazanischen Zivilisten. Es wurde geplündert, vergewaltigt und gemordet und der Großteil der malazanischen Bevölkerung der Stadt wurde getötet. Unter den Toten befanden sich viele alte Menschen und Kinder. Begünstigt wurden die Ereignisse durch den Abzug der malazanischen Legionen aus dem nahen Pan'potsun[17].

Schädelmulde Bearbeiten

In der Otataral-Mine Schädelmulde auf der Otataral-Insel wurden die Gefangenen von zweihundert Dosii-Wachen unter dem Kommando von Hauptmann Gunnip und fünfundsiebzig malazanischen Soldaten bewacht. Das Oberkommando hatte Hauptmann Sawark[18]. Dieser ignorierte die Zeichen der nahenden Rebellion. Als der Wirbelwind begann rebellierten die Dosii und griffen die Malazaner und die Gefangenen an. Die Malazaner waren zwar in der Unterzahl, leisteten aber organisierten Widerstand und versuchten die Rebellion niederzuschlagen. Dabei ging die Siedlung in Flammen auf. Einige Gefangene konnten entkommen, Felisin Paran, Heboric Leichte Hand und Baudin[19].

Dosin Pali Bearbeiten

Auch in Dosin Pali erhoben sich die Dosii gegen die Malazaner. Hier kam es zu einem Kampf zwischen Magiern. Man konnte die Lichter noch im dreißig Längen entfernten Schädelmulde sehen[20].

Hissar Bearbeiten

Auch in Hissar und den umgebenden Dörfern kam es zum Aufstand. Einzelne Trupps der Malazaner die sich außerhalb des Hauptquartiers gewesen waren wurden angegriffen und wenn sie nicht entkommen konnten auf einem Gleitbett hingerichtet. Die Aufständischen in dieser Region wurden von Kamist Reloe angeführt.

Das Hauptquartier der Siebten wurde mit mächtiger Zauberei angegriffen und die Mauern an mindestens vier Stellen zerschmettert. Unter dem Kommando von Coltaine stellte sich die Siebten Armee den Angreifern in den Breschen entgegen und schlug die schlecht ausgerüsteten Hissari zurück. Währenddessen war ein zweiter Mob in das Malazanische Viertel der Stadt marschiert und die Wachen der dortigen Kaufleute und Adeligen niedergemacht. Danach fand ein grausames Massaker an den Malazanern statt. Als sie ins Innere des Viertels vorstoßen wollten gerieten sie aber in einen Hinterhalt der Wickaner. Diese hatten den Belagerungsring durchbrochen und waren in die Stadt geritten. Sie kamen zu spät um die ersten Massaker zu verhindern. Daher umgingen sie den Mob und stellten ihm auf einem Platz eine Falle. Sie griffen die Aufständischen, welche unvorsichtig geworden waren, an und machten sie nieder ohne selbst große Verluste zu erleiden.

Danach brachten sie die überlebenden Malazaner aus der Stadt und zogen sich mit dem Rest der Armee nach Westen in die Sialk Odhan zurück. Der Beginn der Kette der Hunde. Kamist Reloe zwangsrekrutierte große Teile der Bevölkerung von Hissar und marschierte der Siebten Armee hinterher, in der Annahme sie durch schiere Überzahl auslöschen zu können[21].

Sialk Bearbeiten

Die Stadt Sialk fiel ebenfalls an die Apokalypse[22] und Teile der Stadt gingen in Flammen auf[23]. Allerdings gelang es den Sialk-Seesoldaten unter dem Kommando von Hauptmann Lull viele der malazanschen Bürger aus der Stadt zu retten und sich Coltaine und der Siebten Armee anzuschließen.

Halaf Bearbeiten

In Halaf war eine Einheit des Malazanischen Militärs unter dem Kommando der Faust Korbolo Dom stationiert gewesen. Dom heiratete die Tochter des letzten Heiligen Beschützers und sagte sich mit dem Ausbruch der Wirbelwind-Rebellion vom Malazanischen Imperium los um sich den Aufständischen anzuschließen. Er musste die Hälfte seiner Soldaten hinrichten, da sie ihm nicht folgen wollten. Die Anderen schlossen sich ihm aber an und bildeten die Wirbelwind-Legion unter seinem Kommando und kämpften für die Armee der Apokalypse.

Orbal Bearbeiten

Orbal war das erste Ziel der Wirbelwind-Legion. Sie gaben sich als Verbündete aus und wurden in die Stadt gelassen. Danach wandten sie sich gegen die überraschte Legion und töteten die meisten.

Einigen Soldaten gelang es mit ihren Familien zu fliehen. Sie wurden aber in der Orbala Odhan von einer Gruppe von Räubern unter der Führung von Bordu angegriffen und die meisten getötet. Nur Hauptmann Keneb konnte zusammen mit seiner Familie entkommen. Der Brückenverbrenner Kalam Mekhar kam ihnen zu Hilfe und sie konnten die Räuber töten[24].

Mithilfe von Kalam gelang es ihnen über das Imperiale Gewirr Aren zu erreichen wo Keneb der Aren-Garde unter Blistig beitrat. Von Kalam hatte er erfahren, dass die Aufständischen in Aren mit der Unterstützung eines Jhistal in Aren rechneten, eines Verräters der ihnen die Stadt ausliefern würde. Sie hatten aber beide keine Ahnung, wer mit dieser Bezeichnung gemeint sein könnte.

Korbolo Dom ließ später die Kinder der gefangenen Malazaner verstümmeln und kreuzigen. Allerdings verschwanden diese später unter mysterösen Umständen von ihren Kreuzen. Die dreizehnhundert Kinder waren von der Dämonin Apt gerettet worden, was die Soldaten der Apokalypse aber nie herausfinden sollten[25].

Die Kette der Hunde Bearbeiten

Coltaine war es nicht nur gelungen in Hissar der Vernichtung zu entgehen, die Siebte konnte auch eine große Anzahl an malazanischen Flüchtlingen retten und den Aufständischen schwere Verluste zufügen. Nachdem sie Hissar verlassen hatten wandten sie sich nach Westen um die Sialk Odhan zu durchqueren. Die Wickaner und die Soldaten der Siebten wurden von den Roten Klingen unter Baria Setral und der loyalen Hissar-Garde unterstützt[26]. Aus Sialk schloßen sich ihnen die Sialk-Seesoldaten und weitere Flüchtlinge an.

Coltaine hatte seid seiner Ankunft Vorbereitungen für diesen Fall getroffen und unter anderem seine Soldaten den Kampf in Städten und das retten von Flüchtlingen trainieren lassen. Zusätzlich waren Viehherden gekauft worden um die Flüchtlinge bei einem Marsch über Land versorgen zu können. Als der Aufstand ausbrach hatten sich Wickaner vom Tollhund-Clan bei den Herden aufgehalten und den Tithansi die das Vieh stehlen wollten eine blutige Nase verpasst[27].

Während Kamist Reloe weitere Soldaten zwangsrekrutierten ließ hielten drei Stämme aus der Odhan mit dem Flüchtlingszug Kontakt und griffen ihn an. Mit einer Armee welche den malazanischen Soldaten sieben zu eins überlegen gewesen sein soll fühlte er sich sicher genug um anzugreifen[28].

Die Schlacht von Bat'rol Bearbeiten

"Das verwundete Tier hat Fänge"
Duiker[src]
Kamist Reloe stellte die Malazaner in der Nähe des Ortes Bat'rol. Da aber ein großer Teil seines Heeres aus Bürgern und Bauern vom Volk der Hissari bestand, auch Alte und Kinder, welche keine Kampferfahrung hatten und nur über unzureichende Bewaffnung verfügten. Die Schlacht von Bat'rol war ein Desaster für die Aufständischen. Die Soldaten der Siebten Armee und die Wickaner machten die Angreifer nieder. Kamist Reloe konnte entkommen und sammlte die Reste seines Heeres bei der Oase Meila, wo er auf Verstärkung durch Stammeskrieger, aus Sialk und durch einen weitern Hohemagier und seine Soldaten auf dem Norden wartete. Die Malazaner konnten geordnet weiterziehen[29].

Coltaine setzte seinen Marsch zur Dryj-Quelle fort um Wasser zu fassen. Auch Krieger vom Stamm der Tithansi waren dorthin unterwegs, um die Armee und die Flüchtlinge anzugreifen. Duiker vermutete, dass das Ziel Coltaines möglicherweise war seine Streitkräfe mit denen der Fäuste von Caron Tepasi und Guran zu vereinigen, sollten sie noch nicht besiegt worden sein. Die Anzahl der Flüchtlinge schätzte er anhand der Spuren auf vierzigtausend[30].

Coltaine lies die Fußsoldaten bei den Flüchtlingen an der Dryj-Quelle zurück, während er mit den Wickanern ausritt um die Tithansi zu überraschen. Die meisten von ihnen führten gerade ihre Pferde um sie zu schonen, weshalb sie keine Chance hatten, als sie von den Wickanern überrascht wurden. Für jeden Wickaner der fiel starben hundert von ihnen. Währenddessen wurde die Oase geplündert, die Bäume abgeholzt, alles Nutzbare mitgenommen und die Quelle verstopft. Danach setzen sie ihre Reise in Richtung Westen fort[31].

Die Überquerung des Sekala Bearbeiten

"Einmal mehr war es nicht der Tag des Wirbelwinds gewesen"
Duiker[src]

Die Aufständischen trieben weitere Flüchtlinge aus der Stadt Caron Tepasi in Coltaines RIchtung, damit sie sich dem Flüchtlingszug anschließen und so die Aufgabe der Faust noch schwieriger machen würden. Nach drei Monaten und einhundertsechzig Längen erreichte die Siebte Armee schließlich den Sekala, über den nur eine Furt führte. Hinter ihnen sammeltes sich eine riesige Armee unter dem Kommando von Kamist Reloe, welche sich aus den Einheiten von vier größeren und einem dutzend kleinerer Städte zusammensetzte, zusätzlich unterstützt von einer Vielzahl von Stämmen und einem Bauernheer. Ihr Plan war es während die Malazaner den Fluss überqueren wollten anzugreifen. Auch auf der anderen Seite des Flusses hatten sie ebenfalls Verbündete, drei Legionen aus Guran und die Stämme der Semk.

Die Siebte Armee schlug am östlichen Ufer der Furt ihr Lager auf. Hier erreichte sie schließlich der Imperiale Historiker Duiker, welchen dem Flüchtlingszug schon seid Hissar auf der Spur war. Er kam mit neuen Informationen über den Feind und nahm am Treffen des Kommandostabs teil. Dort wurden die letzten Entscheidungen über die Verteiling der Truppen getroffen. Mittlerweile suchten über dreißigtausend Flüchtlinge Schutz bei der Siebten.

Die Schlacht an der Sekala-Furt begann am nächsten Morgen. Am westlichen Ufer kämpften die Dritte und Fünfte Kompanie der Siebten Armee unterstützt von den Kriegern des Tollhund-Clans und den Roten Klingen während am Ostufer die Hauptlast des Kampfes von den Sialk-Seesoldaten, den Hilfstruppen aus Hissar, dem Wiesel-Clan und dem Krähen-Clan getragen wurde. Kamist Reloe gelang es in dieser Schlacht wieder nicht die Malazaner zu vernichten. die Gründe dafür waren neben seinen eigenen Unzulänglichkeiten als Kommandant, dass er und seine Magier keine Magie einsetzen konnten. Die Gewirre wurden von Vielwandlern und Wechselgängern benutzt, welche den Pfad der Hände folgten und das risikofreie Benutzen unmöglich machten. Die Waerlogas der Wickaner hingegen nutzten Ältere Magie und schlossen Päkte mit den Geistern des Landes, was den Malazanern einen enormen Vorteil verschaffte. Die einzigen anderen verbliebenen Magier auf dem Schlachtfeld waren die Zauberpriester der Semk, welche ihre Zauberkraft von ihrem Gott erhielten.

Die Sappeure der Siebten nutzten Steine die sie unterwegs aufgesammelt hatten um die Furt auszubauen und zu befestigen. Dadurch konnten die Flüchtlinge und das Vieh die Furt viel schneller überqueren und die Soldaten am Ostufer rechtzeitig evakuiert werden. Nachdem die letzten Malazaner die Furt überquert hatten sprengten die Sappeure die Moranth-Munition, die sie unter den Steinen versteckt hatten und zerstörten so die Furt und die erste Welle der Angreifer. Reloes Armee war am anderen Flussufer gefangen und musste einen Umweg von mehreren Tagen auf sich nehmen um die Verfolgung der Malazaner wieder aufzunehmen. Die Streitkräfte der Apokalypse am Westufer zogen sich zurück oder erlitten schwere Verluste.

Auch auf Seiten der Malazaner gab es schwere Verluste. Die Einheit der Roten Klingen und ihr Kommandant Baria Setral waren ausgelöscht worden und besonders die Seesoldaten und die Hilfstruppen waren dezimiert worden. Schlimmer wog aber, dass sie erfahren hatten, dass Ubaryd, ihr eigentliches Ziel, an die Armee der Apokalypse gefallen war und es nun nur noch ein sicheres Ziel für ihren Flüchtlingszug gab. Die Stadt Aren im Süden des Subkontinents. Zusätzlich wurden weitere Flüchtlinge in ihre Richtung getrieben.

Coltaine befahl an diesem Abend seinen drei mächtigsten Waerlogas, Sormo E'nath, Nil und Neder den Gott der Semk zu vernichten. Die drei hetzten die Geister des Landes gegen ihn auf, welche ihn in Stücke rissen[32].

Die Schlacht von Gelor Bearbeiten

Das nächste Ziel der Kette der Hunde war der Fluss P'atha, wo sie sich ihren Verfolgern erneut stellen wollten. Allerdings wurden sie unterwegs immer wieder von Reitrkriegern der Tithansi überfallen, welche unter einem neuen Anführer großes taktisches Geschick bewiesen. Beim Versuch diesen auszuschalten stellte sich heraus, dass es sich bei ihm um einen Semk handelte, der von einem Fragment seine Gottes besessen war, und den der Trupp selbst mit Moranth-Munition nicht vernichten konnte. Alelrdings gelang es den Waerlogas mithilfe der Geister des Landes Wasser aus dem Boden zu fördern, und so weitere Tode unter den Flüchtlingen durch Verdursten zu verhindern[33].

Kamist Reloe war es währenddessen gelungen am Gelor-Kamm, am Westufer des P'atha, erneut eine Armee zusammen zuziehen, welche aus Teilen seiner Armee von der Schlacht an der Sekala-Furt und frischen Einheiten aus den nahen Städten bestanden. Krieger aus vier Stämmen, den Semk, Can'eld, Tithansi und Debrahl, sowie aus sechs Städten, Sialk, Hissar, Caron Tepasi, Guran, Halaf und Ubaryd. Trotz mehr als dreifacher, zahlmäßiger Überlegenheit versuchte Reloe diesmal auch die Umgebung zu seinem Vorteil zu nutzen, und ließ den Gelor-Kamm umgraben, damit dieser nur noch über eine Rampe zu überqueren war. Seine Elitetruppen hielten die Rampe im Zentrum, während zwei andere große Verbände die Flanken hielten, um die Siebte Armee einzukesseln, sollten die Malazaner versuchen die Rampe zu erobern. Eine vierte Streitmacht aus Tithansi unter dem Befehl des besessenen Semk hielt sich versteckt, um die Flüchtlinge während der Schlacht anzugreifen.

Die Schlacht am Gelor-Kamm verlief aber nicht so, wie von Kamist Reloe geplant. Zwar marschierte die Siebte unter Coltaine direkt in seine Falle, aber während es seinen Streitkräfe nicht gelang die Reihen der Siebten zu durchbrechen, gelang es dem Tollhund-Clan mithilfe der Sappeure und der Waerlogas Nil und Neder die Rampe mit einem Kavellerieangriff zu nehmen und seine Elitetruppen zu zerschlagen. Die restlichen Truppen wurden schließlich durch einen Angriff des Tollhund-Clans und des Wiesel-Clans niedergemacht oder in die Flucht geschlagen. Der Wiesel-Clan hatte zuvor die Flüchtlinge als Köder benutzt, um die vierte Streimacht der Feinde in eine Falle zu locken, wobei sie die Flüchtlinge als Köder benutzen. Mehrere hundert Flüchtlinge wurden getötet, aber die Feinde komplett vernichtet. DIe Verluste der Tithansi in dieser Schlacht waren so groß, dass der Stamm aufhörte zu existieren[34].

DIe Überreste von Reloes Armee und er selbst schlossen sich der Streitmacht von Korbolo Dom an.

Die Wiedergeborene Sha'ik Bearbeiten

Während die Wirbelwind-Rebellion beinahe überall erfolgreich war, und nur in den Kämpfen mit Coltaines Siebter Armee Niederlagen erlitt, war die Bewegung nach dem Tod von Sha'ik führerlos. Leoman und Toblakai, ihre Leibwächter, warteten wochenlang am Ort ihres Todes auf ihre Wiedergeburt. Als Felisin Paran und Heboric sie fanden, glaubte Leoman, dass sich mit dem Mädchen und ihrem Begleiter die Prophezeiung erfüllen würde[35].

"Klingen in den Händen und handlos in Weisheit ... Jung und doch alt. Das eine Leben unversehrt, das andere unvollendet"
―Sha'ik[src]

Der Tag des reinen Blutes Bearbeiten

Trotz ihrer Siege war die Siebte Armee geschwächt. Sie verfügte nur noch über drei Magier, die Heiler waren ausgelaugt und die Vorräte schwanden auch dahin. Um die Verluste auszugleichen rekrutierte Mann die Diener, die man den Adeligen abgekauft hatte, in die Siebte Armee. Der Rat der Adeligen meinte, dass man Ubaryd zurückerobern und befestigen sollte, um auf Unterstützung aus Aren zu warten. Da aber bisher von dort keine Unterstützung gekommen war, und man es nun mit einem erfahrenen Strategen wie Korbolo Dom zu tun hatte, blieb Coltaine bei seinem Ziel den Vathar so schnell wie möglich zu erreichen.

Anmerkungen und Quellenangaben Bearbeiten

  1. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 2, Seite 74-75
  2. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 1, Seite 38
  3. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 2, Seite 75
  4. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 2, Seite 61
  5. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 3, Seite 136
  6. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 3, Seite 118
  7. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 2, Seite 57-58
  8. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 2, Seite 79
  9. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 2, Seite 96-97
  10. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 1
  11. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 3, Seite 132
  12. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 2, Seite 88
  13. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 2, Seite 72-74
  14. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 2
  15. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 4
  16. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 5, Seite 217-228
  17. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 5, Seite 200-216
  18. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 3, Seite 123
  19. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 6
  20. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 6, Seite 252
  21. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 6
  22. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 6, Seite 276
  23. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 7, Seite 299
  24. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 9
  25. Im Bann der Wüste, Kapitel 1
  26. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 7, Seite 297
  27. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 10, Seite 462
  28. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 6, Seite 276
  29. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 7, Seite 296-299
  30. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 7, Seite 298-302
  31. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 8, Seite 342-346
  32. Das Reich der Sieben Städte, Kapitel 10
  33. Im Bann der Wüste, Kapitel 2
  34. Im Bann der Wüste, Kapitel 3
  35. Im Bann der Wüste, Kapitel 4
AbkürzungenSeitennummerierungFormatierung von Quellenangaben

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